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Pasteurisierung

Bei der Pasteurisierung wird eine Proteinlösung auf 60°C für 10 Stunden erhitzt. Die Pasteurisierung ist neben dem SD-Verfahren das am häufigsten verwendete Verfahren zur Virusinaktivierung. Zum ersten Mal wurde es bei der Herstellung von Albumin verwendet. Später wurde diese Methode in die Herstellung vieler weiterer Arzneimittel aus Plasma integriert.

Das Verfahren ist wirksam sowohl gegen lipidumhüllte als auch gegen nicht umhüllten Viren. Die „Kunst“ besteht hier darin, Bedingungen zu wählen unter denen Viren optimal abgetötet werden, die arzneilich wirksamen Proteine aber stabil sind. Dies wird durch Zugabe geeigneter Stabilisatoren wie Zucker oder Aminosäuren geschehen, die nach dem Hintzeinaktivierungsschritt wieder aus dem Zwischenprodukt entfernt werden.