header image

Leben retten, Leben schützen

Plasma ist die Basis zur Herstellung lebensnotwendiger Medikamente. Beispiele hierfür sind:

Intensivmedizinisch betreute Patienten
Jeder kann in die Situation kommen, Plasmaprodukte zu benötigen. Verletzungen aufgrund von schweren Verkehrsunfällen, aber auch Organtransplantationen oder Krebserkrankungen können zu lebensbedrohenden Blutungen führen. Durch die hohen Blutverluste reichen die körpereigenen Gerinnungsfaktoren oft nicht mehr aus, um die Blutungen zu stoppen. Häufig fehlen die Eiweiße, die zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks führen. Nur durch die Zufuhr von Plasma oder Plasmakonzentraten können sowohl die Blutgerinnung als auch der Kreislauf wieder normalisiert werden.

Bluterkrankheit (Hämophilie)

Hämophilie-Patienten fehlen bestimmte Gerinnungsfaktoren (Faktor VIII oder Faktor IX)teilweise oder vollständig im Blut. Das Fehlen dieser Faktoren führt dazu, dass Blut nicht oder nur sehr langsam gerinnt. Schon kleinere Verletzungen, wie Schnittverletzungen, die normalerweise völlig ungefährlich sind, können für den Betroffenen lebensbedrohliche Blutungen auslösen. Dies führte früher dazu, dass die meisten Bluterkranken sehr jung verstarben. Heute können die fehlenden Faktoren gezielt ersetzt werden und die ca. 4.000 Bluterkranken in Deutschland sind in der Lage, ein weitgehend normales Leben zu führen.

Patienten mit Erkrankungen des körpereigenen Immunsystems
Diesen Patienten fehlen wichtige Bestandteile des Immunsystems: Sie bilden zu wenig oder überhaupt keine Antikörper und leiden deshalb immer wieder unter Infekten, die das normale Maß deutlich übersteigen. Schon ein harmloser grippaler Infekt kann lebensbedrohlich werden.
Rund 8.000 Menschen sind in Deutschland betroffen. Eine regelmäßige Behandlung mit Antikörpern (=Immunglobulinen), die nur aus Blutplasma gewonnen werden können, verhilft diesen Menschen zu einem nahezu normalen Leben.